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E-Commerce Strategie

Customer Journey Map erstellen: So visualisierst du die Reise deiner Kunden

Eine Customer Journey Map zeigt, wie Kunden deinen Shop erleben – von der ersten Berührung bis zum Wiederkauf. So erstellst du eine, die wirklich hilft.

5 Min. LesezeitShopfabrik

Warum springen Kunden im Checkout ab? Warum kaufen manche Nutzer einmal und nie wieder? Antworten liefert die Customer Journey Map – eine Visualisierung aller Berührungspunkte zwischen Kunde und Marke, von der ersten Wahrnehmung bis zum Wiederkauf.

Was ist eine Customer Journey Map?

Eine Customer Journey Map ist eine Diagramm-basierte Übersicht, die zeigt, wie ein Kunde eine Marke erlebt – über alle Kanäle und Phasen hinweg. Sie dokumentiert nicht nur die Handlungen des Kunden, sondern auch seine Gedanken, Gefühle und Frustrationspunkte.

Die fünf Phasen der Customer Journey

1. Awareness (Bewusstsein)

Der Kunde wird erstmals auf dein Angebot aufmerksam – über Google, Social Media, Mundpropaganda oder eine Anzeige. In dieser Phase zählt der erste Eindruck.

2. Consideration (Überlegung)

Der potenzielle Kunde vergleicht Angebote, liest Bewertungen, besucht deine Website mehrfach. Vertrauen und Informationsqualität sind jetzt entscheidend.

3. Decision (Entscheidung)

Der Kaufentschluss fällt – oder nicht. Produktseite, Preis, Versandkosten, Checkout-Ablauf und Trust-Elemente (Bewertungen, Gütesiegel) beeinflussen hier maßgeblich.

4. Retention (Bindung)

Der Kauf ist abgeschlossen. Jetzt zählen: Versand-Erlebnis, Verpackung, E-Mail-Kommunikation, einfache Rückgabe. Hier wird entschieden, ob jemand wiederkommt.

5. Advocacy (Empfehlung)

Begeisterte Kunden empfehlen weiter – auf Social Media, in Bewertungen, im Gespräch. Das ist der wertvollste und günstigste Marketingkanal.

Wie du eine Customer Journey Map erstellst

  1. Persona definieren: Für wen erstellst du die Map? Wähle einen konkreten Kundentyp mit klaren demografischen Merkmalen und Motivationen.
  2. Touchpoints sammeln: Liste alle Berührungspunkte auf – Anzeige, Startseite, Produktseite, Warenkorb, Checkout, Bestellbestätigung, Paketerhalt, Support-Kontakt.
  3. Kundenperspektive eintragen: Was denkt und fühlt die Persona an jedem Touchpoint? Welche Fragen hat sie? Was frustriert sie?
  4. Lücken und Chancen identifizieren: Wo bricht die Journey ab? Wo gibt es Reibung? Wo könnte ein Erlebnis verbessert werden?
  5. Maßnahmen ableiten: Priorisiere die Verbesserungspunkte nach Aufwand und Wirkung.

Tools für Customer Journey Maps

Einfache Maps lassen sich mit Miro, Figma oder sogar einem Whiteboard erstellen. Für tiefere Analysen bieten sich spezialisierte UX-Tools wie UXPressia oder Smaply an. Entscheidend ist nicht das Tool, sondern die Qualität der Nutzerkenntnis, die du einfließen lässt.

Fazit

Eine Customer Journey Map ist kein einmaliges Projekt, sondern ein lebendiges Dokument. Aktualisiere sie, wenn du neue Erkenntnisse über deine Kunden gewinnst, neue Kanäle erschließt oder Prozesse änderst.

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